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Tetrahydrocannabinol

Tetrahydrocannabinol (THC) zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis). Tetrahydrocannabinol unterliegt in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes.

 

 

 

 

 

Kiffen kann Psychosen auslösen von Samuel Hufschmid 

Basler Forscher haben erstmals umfassend untersucht, wie gefährlich Kiffen ist. Sie konnten nachweisen, dass Cannabis zu Hirnschwund führen kann. 

Kiffen macht dumm, paranoid und schizophren: Studien zu den negativen Folgen des Cannabis-Konsum gibt es viele. Die meisten beruhen allerdings auf einem zu kleinen Datensatz, als dass sie eine zuverlässige Aussage erlaubten. 

Das haben Forscher der an der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel (UPK) nun geändert: Das Team hat sämtliche weltweit je publizierten Studien über kiffende Psychosepatienten zusammengefasst und kommt damit auf über 1000 Versuchspersonen. Die Meta-Analyse zeigt, dass Kiffen die Hirnstruktur entscheidend verändern kann. Dieser Effekt war bisher nur von härteren Drogen wie Ecstasy und Kokain bekannt. 

Psychose-Patienten leiden unter Verfolgungswahn, Ich-Störungen oder dem ständigen Gefühl, von inneren Stimmen beschimpft zu werden – und dies oft ein Leben lang. «Kiffen ist zwar nicht der einzige Grund für eine Psychose, aber in gewissen Fällen kann es der Auslöser sein», sagt Studienleiterin Anita Riecher-Rössler. 

Hirnveränderungen bereits vor Ausbruch der Psychose 

Die Hirnscans bei Psychose-Patienten hätten ergeben, dass jene Hirnregionen betroffen seien, die durch Cannabis stimuliert würden. Zudem gab es Hinweise, dass Cannabis-Konsum bei Psychose-Patienten bereits vor dem Ausbruch der Krankheit zu einem Abbau von Gehirnvolumen führen kann. «Wir konnten zeigen, dass Kiffen vermutlich gefährlicher ist als viele denken», sagt Riecher-Rössler. 

Für Roland Stähli, Präventionsbeauftragter des Kantons Zürich, sind solche Forschungsergebnisse wichtig. «Jugendliche und junge Erwachsenen unterschätzen häufig die Risiken des Cannabis-Konsums, obwohl wir auf unseren Flyern darauf hinweisen.»

 


 Zuzwil SG

30. November 2014 13:44; Akt: 01.12.2014 14:20

Haschguetsli mit starker Wirkung – vier im Spital

Nachdem sie selbstgebackene Hasch-Guetsli verdrückt hatten, mussten am Samstagabend zwei Männer und zwei Frauen notfallmässig ins Spital gebracht werden.

Zu Besuch auf dem Land

Mit ihren Hanf-Brownies fuhren sie aufs Land nach Zuzwil, wo sie an der Hinterdorfstrasse eine 30-jährige Frau besuchten. Dort genoss das Quartett gegen 19 Uhr die mitgebrachten Backwaren. Schon bald zeigten sich erste Nebenwirkungen. Als diese immer heftiger wurden, setzten die vier um Viertel vor acht einen Notruf ab. Zwei Rettungswagen sowie mehrere Notärzte und Polizeipatrouillen rückten aus.

«Mit letzter Kraft gelang es einer der vier Personen, die Türe zu öffnen», sagt Polizeisprecher Bruno Metzger. In der Folge wurden die vier Kiffer in verschiedene Spitäler gebracht. Wenn ihr Rausch abgeklungen ist, müssen die vier mit einer Busse rechnen.

Nachdem sie mit Hanf versehene Bownies gegessen hatten, mussten vier St.Galler ins Spital.

Wie die Kantonspolizei St.Gallen am Sonntag mitteilte, waren zwei 28-jährige Männer und eine 26-jährige Frau am Samstagnachmittag auf die Idee gekommen, in einer St.Galler Wohnung Cannabis-Gebäck herzustellen.

Da sie offenbar kein bewährtes Rezept hatten, bestimmten sie die die Menge des beizufügenden Cannabis kurzerhand selbst – mit unangenehmen Folgen.


 

Catégories : La Réunion Mai 2016

Aurora, une ville du Colorado, va donner 1,5 million de dollars (environ 1,3 million d'euros) à des associations qui aident les sans-abris. Seule particularité: l'argent provient des impôts prélevés de la vente de cannabis. À bénéficier d'une partie de cette somme, l... Source:: Zinfo974

Studie mit Schweizer Hilfe weist Zusammenhang nach Kiffen macht schizophren

 

LAUSANNE - Kiffen erhöht tatsächlich das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken. Eine internationale Studie mit Beteiligung von Lausanner Forschern weist einen konkreten Zusammenhang nach.

Kiffen kann schizophren machen. Das weist nun eineinternationale Studie nach, an der unter anderem Lausanner Forschern beteiligt waren.

Epidemiologische Daten einer internationalen Studie aus über 40 Jahren haben bereits stark darauf hingewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabis und dem Schizophrenierisiko besteht - auch abhängig von der Dosis. Aber bisher konnte keine Studie nachweisen, dass Kiffen direkt für das Auftreten der Krankheit verantwortlich war.

Dies ist nun aber mit einer neuen Untersuchung gelungen, an der das Universitätsspital Lausanne (CHUV) beteiligt war. Die Studie basiert auf einer Methode, die als «Mendelsche Randomisierung» bezeichnet wird. Damit lässt sich der Einfluss eines Risikofaktors - in diesem Fall Cannabiskonsum - auf das Auftreten von Krankheiten - hier Schizophrenie – untersuchen.

 

Falsche Schlüsse vermeiden

Mit dieser Methode lassen sich falsche Rückschlüsse vermeiden, zum Beispiel, dass die Wirkung fälschlicherweise für die Ursache gehalten wird - in diesem Fall, dass ein erhöhtes Schizophrenierisiko der Grund für stärkeren Cannabiskonsum sein könnte. Der Trick besteht darin, genetische Marker zu verwenden, die statistisch mit dem Risikofaktor (Cannabiskonsum) in starkem Zusammenhang stehen.

Der Vorteil davon ist die Tatsache, dass diese genetischen Marker angeboren und zufällig in der Bevölkerung verteilt sind. Sie seien zudem nicht durch Umweltfaktoren beeinflusst, wie beispielsweise das familiäre Umfeld oder die sozio-ökonomische Situation, erklärte Studienerstautor Julien Vaucher vom CHUV gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die Wissenschaftler stützten sich auf Daten aus einer Publikation von 2016, die einen Zusammenhang zwischen bestimmten Genvarianten und dem Cannabiskonsum bei 32'000 Studienteilnehmenden nachgewiesen hat. Die gleichen genetischen Marker wurden anschliessend in einem separaten Datensatz gesucht, der Erbinformation von 34'000 Patienten und 45'000 Gesunden umfasste.

 

Risiko um 37 Prozent erhöht

Durch Kombination dieser Informationen aus zwei separaten Quellen kamen die Forschenden zum Schluss, dass Cannabiskonsum mit einem um 37 Prozent erhöhten Schizophrenierisiko einhergeht. Ähnliche Zahlen hatten auch frühere Beobachtungsstudien ergeben. Darüber hinaus wird der Zusammenhang auch nicht von anderen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel Tabakkonsum.

 «Diese robusten Resultate ergänzen die zahlreichen Studien auf diesem Gebiet und zeigen, dass die Verbindung zwischen Cannabiskonsum und einem erhöhten Schizophrenierisiko eine ursächliche ist», betonte Vaucher. Sie seien zudem wichtig für die öffentliche Gesundheit, um über die Risiken des Kiffens zu informieren.

 Gerade weil diese Substanz eine Welle der Liberalisierung erlebt und zunehmend auch für therapeutische Zwecke verwendet wird, brauche es ein genaues Verständnis der Wirkmechanismen. Weitere Studien könnten beispielsweise ermöglichen, Warnhinweise für Gruppen mit hohem Risiko für Schizophrenie oder andere Störungen zu formulieren, so der Lausanner Experte.

 

Einfluss der Dosis nicht untersucht

Die in der Studie verwendete Methode erlaubte allerdings nicht, das Risiko in Abhängigkeit von der konsumierten Menge, der Art von Cannabis, der Art und Weise der Verabreichung oder dem Alter der Konsumierenden zu bestimmen, gab der Forscher zu bedenken.

Cannabis ist die am weitesten verbreitete illegale Droge mit schätzungsweise 182 Millionen Konsumenten im Jahr 2013. Andere Studien hatten bereits eine Beeinträchtigung der Signalübertragung im Nervensystem nachgewiesen, die mit der Entstehung psychotischer Störungen in Verbindung stehen, sowie einen Einfluss auf die Reifung der Hirnrinde bei Jugendlichen.

Ebenfalls zu der neuen Studie beigetragen haben britische und amerikanische Forschergruppen. Die Ergebnisse sind im Fachblatt «Molecular Psychiatry» erschienen. (SDA)

Publiziert am 24.01.2017 | Aktualisiert um 16:47 Uhr  

CANNABIS-KONSUM

Psychose: Cannabis kann Gehirn beeinträchtigen

Wer Cannabis als Medikament konsumiert, möchte seine Schmerzen lindern. Die Droge kann aber auch eine Psychose auslösen.

 

Cannabis als Medikament gegen Schmerzen hat eine lange Geschichte. Es kann Patienten mit Epilepsie, multipler Sklerose oder Ängstlichkeit helfen, mit „Kiffen“ hat das dann nichts zu tun. Aber Cannabis-Konsum kann unter Umständen auch zu Psychosen führen. Beat Lutz ist Professor für Physiologische Chemie an der Uni Mainz, seit 1997 erforscht er das Endocannabinoid-System. Ein Interview über Cannabis als Medikament, den Nutzen und die Risiken.

 

Cannabis wird gerne als eher harmloses Arzneimittel beschrieben. Stimmen Sie zu?

Lutz: Die Frage ist, wie wir „harmlos“ definieren. Die Toxizität, also Giftigkeit, von Cannabis ist sicher gering. Man kann dadurch eigentlich nicht sterben. Das ist bei Opiaten ganz anders. Trotzdem hat Cannabis natürlich ganz klar Nebenwirkungen. Es kommt auch darauf an, wem man die Substanz verabreicht – ob das Kinder, Jugendliche oder erwachsene Personen sind. Wir wissen zum Beispiel, dass Cannabis während der Entwicklung des Gehirns sehr, sehr schädlich ist. Außerdem spielt die Dosis eine Rolle. Bei dem Medikament Sativex, ein Spray mit Cannabis-Extrakten, das man unter die Zunge sprüht, erreichen wir ziemlich geringe Dosen des Wirkstoffs THC, der maßgeblich für die berauschende, aber auch für die therapeutische Wirkung verantwortlich ist. Auch das Nebenwirkungsspektrum ist da sicherlich gering. Trotzdem würde ich Cannabis nie als „harmlos“ bezeichnen.

 

Welchen Stellenwert hat Cannabis in der Medizin? Ist es wirklich ein unersetzliches Medikament?

Lutz: Unersetzlich ist nicht das richtige Wort, aber Cannabis hat durchaus einen Stellenwert. Wir haben eine Substanz, die in gewissen Fällen besser wirken kann als das, was auf dem Markt ist. Es gibt Anwendungsgebiete, bei denen andere Medikamente einfach nicht richtig helfen, etwa bei der Schmerztherapie oder bei Epilepsie. Nicht jede Person spricht übrigens gleich gut auf Cannabis an. Da sind sehr große Spektren bekannt. Deshalb muss man genau beobachten, wie ein Patient reagiert.

Cannabis kann helfen - aber auch eine Psychose auslösen

 

Es gibt bestimmte Patienten, die von einer Cannabis-Therapie profitieren?

Lutz: Ja. Nicht umsonst gibt es viele Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, die zur Linderung der Symptome Cannabis nehmen. Das ist nicht Jux und Tollerei, weil die Patienten high sein wollen, sondern weil die Substanz so gut wirkt.

 

Bei welchen Krankheiten kann Cannabis sonst noch helfen?

Lutz: Es wirkt auch bei Spastiken, also schmerzhaften Muskelkrämpfen, die bei multipler Sklerose auftreten können, und überhaupt gegen Schmerzen. Daneben gibt es sicher viele spezielle Erkrankungen, bei denen der eine oder andere Patient Cannabis ausprobiert und gute Effekte festgestellt hat, zum Beispiel bei Epilepsie oder Ängstlichkeit. Aber gerade bei Ängstlichkeit muss man auch sehr aufpassen. Wenn die Dosis nicht stimmt, haben wir ein Problem.

 

Kann die angstlösende Wirkung von Cannabis ins Gegenteil umschlagen?

Lutz: Ja, genau, das ist die Gefahr.

Sind die Effekte von Cannabis für die Bereiche, die Sie genannt haben, belegt?

Lutz: Für Sativex gibt es Studien über die Wirksamkeit bei MS-Patienten. Das ist durchaus positiv zu bewerten.

 

Stimmt es, dass es nur wenige gute, große Studien gibt, die die Wirksamkeit von Cannabis beweisen?

Lutz: Ja. Das hat verschiedene Gründe. Weil Cannabis psychotrop wirkt, also die Psyche beeinflusst, ist es schwierig, Patienten für Studien zu rekrutieren. Diese Erfahrung hatte ich vor Jahren selbst gemacht, als wir in einer Zusammenarbeit mit einem Gastroenterologen eine klinische Studie mit Cannabis entwerfen wollten. Da kommt man an ganz große Hürden, weil man zum Beispiel berücksichtigen muss, dass die Leute unter Cannabis-Einfluss nicht Auto fahren dürfen oder keine Maschinen am Arbeitsplatz bedienen dürfen. Es ist auch schwierig, den Patienten Cannabis überhaupt zu verabreichen. Sie sollen ja nicht rauchen, weil das schlecht für die Lunge ist. Das ist alles sehr kompliziert. Abgesehen davon ist die Pharmaindustrie nicht an einer Finanzierung interessiert, weil man THC nicht mehr patentieren lassen kann. Große Gewinne lassen sich damit also nicht machen.

 

Sie sind trotzdem von der Wirksamkeit überzeugt?

Lutz: Diese Substanz hat 5000 Jahre Geschichte. Da kriegt man Sachen heraus, die einfach stimmen. Man weiß schon so lange, dass Cannabis gegen Spastik, gegen Schmerz, gegen Unruhe wirkt. Und wir wissen inzwischen auch, was die Wirkmechanismen sind. Und trotzdem können wir das nicht wirklich in die Klinik umsetzen, weil die Reserviertheit gross ist.

 

Warum?

Lutz: Ärzte können ja nicht einfach Cannabis verschreiben. Die haben ein Problem mit der Krankenkasse. Aber das wird sich im kommenden Jahr durch das neue Gesetz, durch das schwerkranke Patienten Cannabis auf Kassenrezept bekommen können, wohl ändern.

 

Begrüssen Sie das neue Gesetz also?

Lutz: Ja. Ich sehe Cannabis nicht als Wundermittel, aber es ist eine Substanz, die für gewisse Patienten sehr gut ist. Davon bin ich überzeugt.

 

Worauf beruhen die wesentlichen Effekte von Cannabis, die für die Medizin von Bedeutung sind?

Lutz: Die meisten dieser Wirkungen gehen auf die psychotrope Substanz THC zurück. Sie dockt an die Cannabinoid-Rezeptoren in den Zellen, CB1 und CB2, an. THC stimuliert die CB1-Rezeptoren, die sich vor allem in den Nervenzellen befinden. Dadurch werden die wesentlichen Wirkungen vermittelt. Daneben aktiviert THC auch den CB2-Rezeptor, der vor allem in den Immunzellen vorkommt und daher wahrscheinlich etwas mit Entzündungen zu tun hat. Cannabis enthält über 60 verschiedene Cannabinoide. Dazu gehört auch Cannabidiol, das wahrscheinlich ebenfalls Entzündungen hemmt und außerdem eine anti-psychotische Wirkung hat.

 

Cannabis: Psychosen sind möglich

 

Cannabis, sagt man, könne Psychosen auslösen. Trotzdem enthält es Stoffe, die Psychosen verhindern können?

Lutz: Ja, Cannabidiol wirkt nicht über den CB1-Rezeptor, sondern über andere Mechanismen, die nicht ganz so gut verstanden sind. Es stemmt sich ein bisschen den schlechten Wirkungen von THC entgegen. Das zeigt, dass man wissen sollte, was in Cannabis steckt. Ist es eine neue Sorte mit 15 Prozent THC? Oder enthält sie nur fünf Prozent? Deshalb ist es wichtig, dass man standardisierte Extrakte herstellt.

 

Cannabinoide lassen sich auch synthetisch erstellen. Ließe sich so ein Arzneimittel entwickeln, das optimale Eigenschaften besitzt?

Lutz: Es gibt verschiedene Ansätze, das körpereigene Endocannabinoid-System zu beeinflussen. Darum ging es auch bei dem Schmerzmittel, das kürzlich in Frankreich in einer Studie getestet wurde und die wegen tragischer Komplikationen abgebrochen werden musste. Für mich ist es unerklärlich, wie es dazu kommen konnte. Ansonsten kann man die Rezeptoren auch durch sogenannte allosterische Modulatoren beeinflussen. Sie bewirken, dass die Rezeptoren stärker oder schwächer auf körpereigene Stoffe reagieren.

 

Von Dauerkonsumenten heißt es mitunter, sie würden sich das „Hirn wegkiffen“. Schädigt Cannabis in hohen Dosen das Gehirn?

Lutz: Das hängt auch vom Alter ab. Wenn ich unter 22 bin und ständig Cannabis rauche, habe ich ein größeres Risiko, an Schizophrenie zu erkranken. Cannabis beeinträchtigt die Entwicklung des Gehirns, die erst mit etwa 21 Jahren abgeschlossen ist. THC verändert das ganze „Hard-Wiring“ im Gehirn, also die Verdrahtung – das ist wie bei einem Computer. Dadurch kann es bleibende Schäden geben. Patienten geht es aber nicht darum, sich das Hirn wegzukiffen. Sie wollen kein „High“ haben, sondern ihren Schmerz lindern. Ihr Umgang mit dem Stoff ist sehr vernünftig.

 

Es ist also ein grosser Unterschied, ob man Cannabis als Medikament oder als Genussmittel konsumiert?

Lutz: Ja, das ist ein ganz anderes Thema. Die gesunde Person konsumiert Cannabis als Genussmittel und nimmt damit die unerwünschten Nebenwirkungen in Kauf. Es macht aber keinen Sinn, ein Arzneimittel zu nehmen, wenn man gesund ist.

 

Cannabis als weiche Droge betrachtet: Kann schon ein einziger Joint schaden?

Lutz: Das weiss ich nicht, aber die Null-Dosis ist auf jeden Fall die beste. Ich bin gar kein Befürworter der Legalisierung von Cannabis als Genussmittel.

 

Warum?

Lutz: Weil ich denke, dass Cannabis durchaus schädliche Effekte haben kann. Wenn ich etwas legalisiere, dann meinen natürlich die jungen Menschen, dass es harmlos ist. Und das wäre ein verheerendes Signal. Wie gefährlich die Freigabe ist, hat man in den USA gesehen. Seit der Legalisierung in manchen Staaten gibt es dort viel mehr Fälle von Psychosen. Dass Alkohol und Nikotin ebenfalls schädlich sind, ist kein Argument, Cannabis zu legalisieren.

Legales Kiffen ist an den meisten Schulen verboten

 

ZÜRICH. Der Konsum von CBD-Gras ist legal. Dennoch ist es an einigen Gymnasien nicht erlaubt.

 

CBD-Hanf boomt und wird auch in Schulen zum Thema. Eine Umfrage bei Schweizer Gymnasien und Berufsschulen zeigt jedoch, dass viele den Konsum auf dem Schulareal nicht tolerieren: «An unseren Berufsfachschulen ist der Konsum jeglicher berauschender Mittel verboten – ob diese nun legal oder illegal sind», sagt etwa Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufsbildung des Kantons Luzern. Auch an der Kantonsschule Büelrain in Winterthur ist nichts mit Kiff en. Laut Rektor Martin Bietenhalder scheint die Substanz zwar keine Rauschzustände zu bewirken, sie könne aber gemäss Studien «eine möglicherweise sedierende Wirkung» haben. Auch an den Gymnasien Alpenquai (Luzern) oder Neufeld (Bern) erlaubt die Hausordnung kein CBD-Gras. Alpenquai-Rektor Hans Hirschi verweist darauf, dass auch das Trinken von Alkohol nicht gestattet ist. In Bern wird das Legales Ki en ist an den meisten Schulen verboten Verbot damit begründet, dass schwer zu unterscheiden sei, ob ein Schüler «legales oder illegales Gras raucht».

 

Allerdings gibt es auch Ausnahmen: «Wir kontrollieren nicht, was unsere Lernenden und Studierenden rauchen. Sie sind Erwachsene», sagt Christian Vifi an von der Berufsschule WKS KV Bildung in Bern. Und Lukas Reichle vom Gewerblichen Berufszentrum in St. Gallen sagt: «Wenn etwas legal ist, macht ein Verbot keinen Sinn, solange es keine einschränkende Wirkung auf das Bewusstsein hat. Wir betrachten es wie Rauchen.»