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MDMA
 

MDMA steht für die chirale chemische Verbindung 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin. Es gehört strukturell zur Gruppe der Amphetamine. MDMA war bis in die 1980er Jahre mit der Droge Ecstasysynonym. Später verstand man unter Ecstasy jedoch Drogen, die nicht auf MDMA als Inhaltsstoff festgelegt sind, sondern weitere Inhaltsstoffe und auch gar kein MDMA enthalten können.

Lebensgefährliche falsche Ecstasy-Pille im Umlauf 20min april 2014

Zürcher Drogentester haben eine hochgefährliche Pille entdeckt: Statt des Ecstasy-Wirkstoffs MDMA enthält sie PMMA. Der Konsum kann tödlich enden. 

«Das ist eine der gefährlichsten Pillen, die wir bei unseren Tests je analysiert haben», sagt Alexander Bücheli, stellvertretender Betriebsleiter der Jugendberatung Streetwork in Zürich. Die pinkfarbene Pille, der auf der einen Seite das Kronen-Logo der Schweizer Luxusuhrenmarke Rolex aufgeprägt ist, enthält nicht den Ecstasy-Wirkstoff MDMA, sondern PMMA. Am letzten Wochenende tauchte die Rolex-Pille in einem Drogentest in Zürich auf, und mehrere Partygänger bestätigten Streetwork, dass sie ihnen schon aufgefallen sei.

Die körperlichen Symptome beim Konsum von PMMA sind zwar mit jenen von MDMA vergleichbar: Die Pupillen des Konsumenten weiten sich ebenfalls, sein Puls steigt. «Doch die erwünschte entaktogene und empathogene Wirkung von Ecstasy, dass man sich öffnet und die Menschen liebt, bleibt aus», so Bücheli. Das ist tückisch: Denn es besteht die Gefahr, dass der Konsument gleich noch eine zweite Pille nimmt, weil er denkt, dass es sich um eine schwach dosierte Tablette handelt. Hinzu kommt, dass PMMA generell erst nach einer Stunde wirkt, während der Effekt von MDMA bereits nach einer halben Stunde spürbar ist.

Vermehrt hoch dosiertes Ecstasy

Die pinke Rolex-Pille ist nicht die einzige, die den Präventionsspezialisten von der Jugendberatung Streetwork Sorgen bereitet: «Wir treffen vermehrt auf hoch dosiertes Ecstasy», so Bücheli. Vor fünf Jahren hätten die Pillen deutlich weniger MDMA enthalten als heute, wo man teilweise Werte von über 150 bis 200 Milligramm pro Pille registriere.

«Eine so hohe Dosis verstärkt Nebenwirkungen wie Kiefermahlen, Augen- und Nervenzucken, und es können Krampfanfälle auftreten.» An den Tagen nach dem Konsum steige das Risiko, an Depressionen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit zu leiden, bei regelmässigem MDMA-Konsum drohen irreparable Hirnschäden. 


Die pinke Pille mit dem Namen Rolex enthält statt MDMA den gefährlichen Wirkstoff PMMA. (Bild: saferparty.ch)